„Nächster Halt: Intimzone“ Neue animierte Videoserie informiert Jugendliche über Klitoris, Vulva und Hymen

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Sexuelle Bildung in Österreichs Schulen wird auch 2021 noch nachrangig behandelt. Viele Problemstellungen sind somit ungeklärt. Lehrkräfte verfügen oft nicht über das nötige Wissen. Schüler*innen fühlen sich nicht wohl dabei, tabuisierte Themen mit ihren Lehrer*innen zu bereden. In Biologiebüchern sucht das weibliche Geschlecht seit Jahrzehnten nach Gleichstellung. Die weiblichen Geschlechtsorgane sind nämlich in diesen unterrepräsentiert und werden häufig auf die inneren Fortpflanzungsorgane und deren Funktionen reduziert. Die Information, die Abbildungen und die Sprache entsprechen nicht dem Grundsatzerlass Sexualpädagogik oder den Standards für Sexualaufklärung in Europa (WHO Bericht).

Das Wiener Programm für Frauengesundheit beauftragte in Zusammenarbeit mit der Wiener Gesundheitsförderung daher das Animationsstudio Polarfux mit der Erstellung eines 3-teiligen altersgerechten Informationsvideos zur Entmystifizierung der weiblichen Intimzone. Die Physiologie von Vulva, Klitoris und Hymen wird darin anschaulich und divers dargestellt.

Ergebnis: Das Wiener U-Bahnnetz wird virtuell um wichtige Haltestellen erweitert. Das sind die Vulva-City, Klitoris-Hauptallee und Hymen-Ring. Die dreiteilige Videoserie „Nächster Halt: Intimzone“ ist seit 1. Juni 2022 in den sozialen Medien zu sehen. Kreativ und humorvoll wurden wichtige Infos zur weiblichen Anatomie animiert. Die Videos gewähren Einblick in die weibliche Intimzone. Sie zeigen schambefreit und neutral, wie die Genitalien von Mädchen und Frauen nun mal aussehen. Die animierten Videos wenden sich primär an 13-jährige Mädchen, aber auch an Burschen.

Kerstin Pirker vom Frauengesundheitszentrum Graz und Katherina Schönborn-Hotter vom Frauengesundheitszentrum FEM in Wien und Mitautorin des Kinderbuchs „Lina die Entdeckerin“ sowie Sexualpädagogin Bianca Burger begleiteten die gesamte Entwicklung des Videos fachlich. Das vermittelte Wissen soll dazu beitragen, das Selbstbewusstsein der Mädchen zu stärken, zu enttabuisieren und falsche Vorstellungen zu korrigieren.

Projektleitung: Daniela Thurner, Mitarbeit: Alexandra Grasl-Akkilic
Finanzierung: Wiener Gesundheitsförderung

Kontakt für Rückfragen:

Daniela Thurner
Wiener Programm für Frauengesundheit
Telefon: +43 1 4000 84187
E-Mail: daniela.thurner@wien.gv.at